Minijobs und Midijobs: Geringfügig entlohnte Beschäftigung, kurzfristige Beschäftigung und die "Übergangszone" (2023)

Für geringfügige Beschäftigungen (sogenannte Minijobs) gelten eigene Regelungen. Das Merkblatt informiert über die sozialversicherungs-, steuer- und arbeitsrechtlichen Besonderheiten. Auch auf kurzfristige Beschäftigungen und die "Gleitzone" wird dabei eingegangen.

1. Definitionen

Gemäß Paragrafen 8 Absatz 1, 115 Sozialgesetzbuch (SGB) IV liegt eine geringfügige Beschäftigung vor, wenn:

  1. Das Arbeitsentgelt aus dieser Beschäftigung regelmäßig im Monat 520 Euro nicht übersteigt (Entgeltgeringfügigkeit/ sogenannter Mini-Job) oder
  2. Die Beschäftigung innerhalb eines Kalenderjahres auf längstens drei Monate oder 70 Arbeitstage nach ihrer Eigenart begrenzt zu sein pflegt oder im Voraus vertraglich begrenzt ist, es sei denn, dass die Beschäftigung berufsmäßig ausgeübt wird und ihr Entgelt 520 Euro im Monat übersteigt (Zeitgeringfügigkeit/ kurzfristige Beschäftigung).

Da die sozialversicherungsrechtliche Beurteilung bei beiden Tatbeständen unterschiedlich ausfällt, ist zu differenzieren. Einen Überblick geben dieGeringfügigkeits-Richtlinien. Diese gelten seit dem 1. Januar 2019.

So findet bei der kurzfristigen Beschäftigung keine Anwendung:

  • Pflicht des Arbeitgebers zur Tragung eines Pauschalbeitrages zur Krankenversicherung versicherter Arbeitnehmer in Höhe von 13 Prozent
  • Pflicht des Arbeitgebers zur Tragung eines Pauschalbeitrages zur Rentenversicherung in Höhe von 15 Prozent, wenn sich der Arbeitnehmer von der Rentenversicherungspflicht befreien hat lassen
  • Zusammenrechnung mit einer nicht geringfügigen Beschäftigung.

Ein weiteres Differenzierungserfordernis ergibt sich daraus, dass es im Rahmen des Mini-Jobs dieSondergruppe der geringfügig Beschäftigten in Privathaushalten gibt. Innerhalb der Pauschalbeiträge gibt es hier eine weitergehende Privilegierung. Die besonderen Regelungen zu den Minijobs in Privathaushalten haben die Spitzenorganisationen der Sozialversicherung in einem gesondertenGemeinsamen Rundschreiben zum „Haushaltsscheck-Verfahren“ veröffentlicht.

Zu betonen ist, dass nach dem Gleichbehandlungssatz des Artikel 3 Absatz 1 Grundgesetz (GG) auch für geringfügige Beschäftigungen die normalen arbeitsrechtlichen Bestimmungen, wie beispielsweise das Teilzeitbefristungsgesetz, Regelungen zu Zahlungen von Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Anzahl der Urlaubstage, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall und dem gesetzlichen Kündigungsschutz des Mutterschutzgesetzes (MuSchG), dem Gesetz zum Elterngeld und zur Elternzeit (BEEG), des Sozialgesetzbuches (SGB IX) sowie das Kündigungsschutzgesetz (KSchG), gelten.

2. Entgeltgeringfügige Beschäftigung (Mini-Job)

Entgeltgeringfügig ist eine Beschäftigung, wenn sie

  • regelmäßig ausgeübt wird und
  • das regelmäßige monatliche Arbeitsentgelt, das aus dieser Beschäftigung erzielt wird, 520 Euro nicht übersteigt.
  • (Durch den Mindestlohn in Höhe von 12,00 Euro ist damit die Zahl der Arbeitsstunden auf 43,33 Stunden je Monat begrenzt, wenn der Status der geringfügigen Beschäftigung beibehalten werden soll.)
  • Prototyp des Mini-Jobs ist die auf Dauer angelegte und regelmäßig ausgeübte Beschäftigung in geringem zeitlichem Umfang gegen ein geringes Entgelt, das sich eine Hausfrau/ein Hausmann, Studierende oder Rentnerinnen und Rentner nebenbei verdienen.

Höhe des Arbeitsentgelts

Als Geringfügigkeitsgrenze gilt ein Betrag von 520 Euro (Grundzone). Hierbei handelt es sich um einen Monatswert, der auch dann gilt, wenn die Beschäftigung nicht während des gesamten Kalendermonats besteht. Diese Grenze darf regelmäßig nicht überschritten werden. Wird die monatliche Entgeltgrenze von 520 Euro überschritten, liegt kein Minijob mehr vor, sondern eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.

Regelmäßig ausgeübte Beschäftigung

Entscheidend ist, dass die Beschäftigung nicht nur gelegentlich ausgeübt wird und nur von untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung für den Beschäftigten ist. Darauf, ob im Rahmen eines befristeten oder eines unbefristeten Beschäftigungsverhältnisses gearbeitet wird, kommt es nicht an. Der Begriff regelmäßig (nicht durchschnittlich) bedeutet, dass eine prognostische und nicht eine rückschauende Beurteilung durchzuführen ist. Ein nur gelegentliches und nicht vorhersehbares Überschreiten der 520-EURO-Grenze führt nicht zur Versicherungspflicht; als gelegentlich ist ein Zeitraum von bis zu zwei Monaten innerhalb eines Jahres anzusehen.Weitere Informationen hierzu erhalten Sie auf der Homepage der Minijob-Zentrale. Falls zu schätzen ist und entgegen realistischer prognostischer Beurteilung die 520-EURO-Grenze dennoch überschritten wird, so tritt vom Tage des Überschreitens an Versicherungspflicht ein; für die zurückliegende Zeit verbleibt es bei der Versicherungsfreiheit. Wird der Arbeitnehmer im Laufe des Kalenderjahres in einigen Monaten mit weniger als, in einigen Monaten mit mehr als 520 EURO entlohnt, ist ein Durchschnitt zu errechnen; bleibt er unter 520 EURO ist die gesamte Beschäftigung versicherungsfrei. Bei der Berechnung des Entgelts werden Einmalzahlungen wie das Weihnachts- und Urlaubsgeld eingerechnet.
Der Anspruch auf tatsächlich nicht gewährte Einmalzahlungen (sogenannter Phantomlohn) wird nicht eingerechnet. Eingerechnet wird jedoch nicht gezahlter laufender Tariflohn.

2.1. Sozialversicherungs- und steuerrechtliche Regelung beim Mini-Job

2.1.1 Sozialversicherung

Die geringfügig entlohnte Beschäftigung bis 520 Euro ist zwar sozialversicherungsfrei, jedoch nicht beitragsfrei. Der Arbeitgeber zahlt grundsätzlich Pauschalabgaben zur Sozialversicherung. Diese umfassen:

  • 13 Prozent Pauschalbeitrag zur Krankenversicherung
  • 15 Prozent Pauschalbeitrag zur Rentenversicherung (Arbeitgeberanteil)
  • 0,90 Prozent Umlage U1 (Ausgleich für Aufwendungen bei Krankheit)
  • 0,24 Prozent Umlage U2 (Ausgleich für Aufwendungen bei Mutterschaft)
  • 0,06 Prozent Insolvenzgeldumlage

Arbeitgeber müssen ihre Abgaben fristgerecht monatlich an die Minijob-Zentrale zahlen. Die gesamten Abgaben für Minijobber sind spätestens am drittletzten Bankarbeitstag des Monats fällig, in dem der Minijobber die Beschäftigung ausübt. Damit die Beitragsnachweise noch rechtzeitig verarbeitet werden können, müssen uns diesespätestens zwei Arbeitstage vor Fälligkeit der Beiträge vorliegen. EinenÜberblick über die Termine bietet die Minijob-Zentrale auf ihrer Homepage.

Die Minijob-Zentrale bietet zudem auf Ihrer Homepage einenMinijob-Rechner zur Berechnung der zu zahlenden Abgaben samtErläuterungen an. Insgesamt ergibt sich eineGesamtbelastung von etwa 30 Prozent.

Die gesetzliche Unfallversicherung hingegen kennt keine Geringfügigkeit, dort ist jeder Beschäftigte unabhängig vom Umfang seines Tätigwerdens versichert und der Arbeitgeber hat die entsprechenden Beiträge zu entrichten.

Für den Arbeitnehmer besteht grundsätzlich Rentenversicherungspflicht in Höhe von 3,60 Prozent. Der Beitrag zur Rentenversicherung bemisst sich nach der beitragspflichtigen Bemessungsgrundlage, es gilt einMindestbeitrag zur Rentenversicherung. Eine Befreiung des Arbeitnehmers von der Rentenversicherungspflicht ist nur auf schriftlichen Antrag bei dem Arbeitgeber möglich. Dieser Antrag ist bindend für die Gesamtdauer des Beschäftigungsverhältnisses, ein Widerruf ist nicht möglich. Ein Befreiungsantrag gilt für alle Minijobs, sofern mehrere geringfügige Beschäftigungen vorliegen.

(Video) Übungsleiterverträge und andere Beschäftigte im Verein

Dies gilt auch für Minijobber in Privathaushalten, wobei in diesen Fällen der Eigenanteil des Mitarbeiters aufgrund der geringeren Arbeitgeberpauschale größer ist. Wurde bereits vor dem 1. Januar 2013 von der Aufstockungsmöglichkeit Gebrauch gemacht, ist eine Befreiung nicht mehr möglich.

2.1.2 Lohnsteuer

Das Entgelt aus einer geringfügig entlohnten Beschäftigung ist lohnsteuerpflichtig. Der Arbeitgeber kann auf den Abruf der elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale (ElStam) verzichten (sogenannte Individualbesteuerung) und stattdessen die Lohnsteuer pauschal mit zwei Prozent (sogenannte einheitliche Pauschsteuer) erheben. Die einheitliche Pauschsteuer ist zusammen mit den Pauschalabgaben zur Sozialversicherung an die Knappschaft-Bahn-See abzuführen.
In bestimmten Fällen kann der Arbeitgeber die unter 2.1.1 dargelegten pauschalen Beiträge zur Rentenversicherung ausnahmsweise nicht entrichten, sondern muss die allgemeinen Beiträge zur Rentenversicherung abführen, etwa weil der Beschäftigte neben dem Minijob einen weiteren Minijob und einen Hauptberuf ausübt (zum Zusammentreffen mehrerer Beschäftigungen siehe unten). In diesen Fällen besteht neben der immer möglichen Individualversteuerung nach ElStam die Möglichkeit, die Lohnsteuer für diesen Minijob mit 20 Prozent des Arbeitsentgelts pauschal zu erheben (Paragraf 40 a Absatz 2 a Einkommenssteuergesetz (EStG)). Anders als bei der einheitlichen Pauschsteuer ist bei der Lohnsteuerpauschalierung nach Paragraf 40 a Absatz 2 a EStG allerdings Kirchensteuer nicht enthalten. Diese fällt also zusätzlich an. Die pauschale Lohnsteuer von 20 Prozent ist beim zuständigen Betriebsstättenfinanzamt anzumelden und an dieses abzuführen.

2.2. Haushaltsdienstleistungen

Werden Mini-Jobs im Haushalt ausgeübt, zahlt der Arbeitgeber nur eine Pauschale von 14,74 Prozent. Sie setzt sich zusammen aus

  • 5 Prozent Rentenversicherung (mit Aufstockungsoption durch den Arbeitnehmer)
  • 5 Prozent Krankenversicherung
  • 1,6 Prozent gesetzliche Unfallversicherung
  • 2 Prozent Pauschsteuer
  • 0,90 Prozent Umlage U1 (Ausgleich für Aufwendungen bei Krankheit) und
  • 0,24 Prozent Umlage U2 (Ausgleich für Aufwendungen bei Mutterschaft)

Die Mijob-Zentrale bietet einen aktuellenÜberblick über die zu leistenden Abgaben. Die Minijob-Zentrale bietet zudem auf Ihrer Homepage einenHaushaltsscheck-Rechner zur Ermittlung der zu zahlenden Abgaben an. Die Einkommensobergrenze liegt auch hier bei 520 Euro. Voraussetzung ist, dass diese Beschäftigung durch einen privaten Haushalt begründet ist und die Tätigkeit sonst gewöhnlich durch Mitglieder des privaten Haushalts erledigt wird (Paragraf 8a Satz 2 SBG IV). Gemeint sind Tätigkeiten wie Kinderbetreuung, Haushaltshilfe und Gartenpflege. Beschäftigungen in privaten Haushalten, die durch Dienstleistungsagenturen oder andere Unternehmen begründet sind, fallen nicht unter diese Regelung.

Der Arbeitgeber kann Aufwendungen für Mini-Jobs im Privathaushalt steuerlich absetzen. Paragraf 35a Einkommensteuergesetz sieht vor, dass Kosten für Mini-Jobs unter folgenden Voraussetzungen direkt von der Steuerschuld abgezogen werden können:

  • In der Grundzone bis 520 Euro sind dies 20 Prozent der Kosten, höchstens jedoch 510 Euro im Jahr.
  • Liegt ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis vor, können 20 Prozent der Kosten, höchstens jedoch 4.000 Euro im Jahr geltend gemacht werden.
  • Wird ein Unternehmen mit der Erledigung der Hausarbeit beauftragt, können 20 Prozent der Kosten von maximal 20.000 Euro – also maximal 4.000 Euro im Jahr – abgezogen werden.

DieMeldung für Beschäftigte im Privathaushalt erfolgt über das vereinfachte Meldeverfahren, das Haushaltscheckverfahren, durch den Arbeitgeber an die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See.

2.3. Sozialversicherungs- und steuerrechtliche Regelung in der Gleitzone / im Übergangsbereich (Midijob)

Arbeitsentgelte innerhalb des Übergangsbereichs von 520,01 bis 1.600 Euro führen zur Sozialversicherungspflicht. Arbeitsverhältnisse mit einem Einkommen innerhalb dieser Entgeltzone stellen im Bereich der Sozialversicherung einen Übergang von Mini-Jobs zu regulären Arbeitsverhältnissen dar.

Bei Beschäftigungen im Übergangsbereich sind Entgeltmeldungen (Jahresmeldung, Abmeldung, Unterbrechungsmeldung) mit einem Kennzeichen Midijob zu versehen. Beschäftigungen im Übergangsbereich sind im Meldeverfahren seit 1. Juli 2019 gesondert zu kennzeichnen. Zusätzlich zur Angabe der reduzierten beitragspflichtigen Einnahme ist das Arbeitsentgelt, das ohne Anwendung der Regelungen des Übergangsbereichs zu berücksichtigen wäre, anzugeben. Es gilt weiterhin der Gleitzeitfaktor 2019 (0,7566 – Faktor F).

Bei Fragen zur Meldung und Beitragszahlungen für Beschäftigungen im Übergangsbereich ist die Krankenkasse des Midijobbers richtiger Ansprechpartner.

2.3.1. Sozialversicherung

Für Arbeitgeber ist die Beschäftigung von Arbeitnehmern innerhalb des Übergangsbereichs inzwischen regelmäßig attraktiver als die geringfügige Beschäftigung: Der Arbeitgeber muss dann nur die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung von etwa 20 Prozent des Entgelts übernehmen (gegenüber der Pauschale von regelmäßig 30 Prozent des Entgelts bei der geringfügigen Beschäftigung). Die durch den Arbeitnehmer zu zahlenden Sozialabgaben beginnen mit 4 Prozent bei einem Monatsverdienst ab 520,01 EURO und steigen linear bis zum vollen Arbeitnehmeranteil von rund 20 Prozent bei 1.600 EURO Verdienst. Der Arbeitnehmer erhält dadurch den Schutz aller Zweige der Sozialversicherung zu reduzierten Arbeitnehmeranteilen.
Beim Zusammentreffen einer Nebenbeschäftigung im Übergangsbereich mit der sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung von mehr als 1.600 Euro gilt diese Regelung nicht. In solchen Fällen sind für beide Beschäftigungen die vollen Sozialversicherungsbeiträge von Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu zahlen.

2.3.2. Steuer

Im Lohnsteuerrecht gibt es keine Übergangsbereichsregelung. Die Besteuerung des Arbeitslohnes erfolgt nach den individuellen Besteuerungsmerkmalen (ElStam). Soweit bei mehreren Arbeitgebern der einzelne Arbeitslohn 520 Euro monatlich nicht übersteigt, ist eine Lohnsteuerpauschalierung in Höhe von 20 Prozent zuzüglich Kirchensteuer möglich.

2.4. Sozialversicherungspflicht beim Zusammentreffen mehrerer Beschäftigungen

Mehrere Arbeitnehmertätigkeiten werden zur Berechnung der Sozialversicherungsbeiträge zusammengefasst.

2.4.1. Mini-Job und Hauptberuf

  • Wird neben einem sozialversicherungspflichtigen Hauptberuf nur ein einziger Mini-Job im Umfang von bis zu 520 Euro ausgeübt, erfolgt keine Zusammenrechnung mit dem Hauptberuf. In der geringfügigen Beschäftigung muss lediglich der Pauschalbeitrag gezahlt werden.
  • Der Mini-Job darf nicht bei demselben Arbeitgeber ausgeübt werden wie der Hauptberuf. Sonst wird bereits der erste Mini-Job mit dem Hauptberuf zusammengerechnet.
  • Wird aufgrund der Ausübung mehrerer geringfügiger Beschäftigungen die 520-Euro-Grenze überschritten, erfolgt eine Zusammenrechnung. Im ersten Mini-Job ist nur der Pauschalbeitrag zu zahlen. In den anderen Beschäftigungen entsteht auch dann Versicherungspflicht, wenn die Beschäftigungen für sich betrachtet unter der 520 Euro-Grenze bleiben.
  • Ist der Hauptberuf sozialversicherungsfrei, erfolgt keine Zusammenrechnung der Einnahmen aus diesen Tätigkeiten. Für die geringfügigen Beschäftigungen müssen Beiträge abgeführt werden, die abhängig von der Höhe der zusammengerechneten Entgelte pauschal (Entgelt bis 520 Euro) oder in normaler Beitragshöhe (Entgelt über 520 Euro) gezahlt werden.
  • Treffen Mini-Job und hauptberufliche selbständige Tätigkeit oder Beamtentätigkeit zusammen, ist der pauschale Rentenversicherungsbeitrag und 2 Prozent Steuer zu zahlen. Der pauschale Krankenversicherungsbeitrag fällt nur an, wenn die Person Mitglied einer Krankenkasse ist.

2.4.2. Mehrere Mini-Jobs

  • Solange das addierte Arbeitsentgelt aus den verschiedenen Beschäftigungsverhältnissen die Grenze von 520 Euro nicht überschreitet, sind die Pauschalbeiträge zu zahlen.
  • Wenn diese Summe zwischen 520,01 und 1.600 Euro liegt, sind die Beiträge nach den Maßgaben für den Übergangsbereich zu berechnen.
  • Liegt die Summe über 1.600 Euro, unterliegt das gesamte Arbeitsentgelt der normalen Beitragspflicht.
  • Wird ein Mini-Job im Privathaushalt ausgeübt und ein anderer auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, werden diese Beschäftigungen addiert. Beläuft sich die Summe der Entgelte auf höchstens 520 Euro, sind für beide Beschäftigungsverhältnisse Pauschalbeiträge zur Kranken- und Rentenversicherung zu zahlen – für den Minijob im Privathaushalt zehn Prozent, für den Mini-Job auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt 28 Prozent.

3. Zeitgeringfügige Beschäftigung (kurzfristige Beschäftigung)

Eine kurzfristige Beschäftigung liegt vor, wenn das Arbeitsverhältnis zeitlich befristetim Kalenderjahr drei Monate bei einer Fünf-Tage-Arbeitswoche beziehungsweise70 Arbeitstage bei einer Arbeitswoche mit weniger als fünf Tagen nicht überschreitet, nicht berufsmäßig und nicht regelmäßig ist.Die Höhe des Entgelts ist in diesem Fall unerheblich. Häufig sind kurzfristige Verträge befristet. Die Befristung ist nur wirksam, wenn sie schriftlich in den Vertrag aufgenommen wurde. Zusammenfassend ist auf die nachstehenden Aspekte zu achten:

Begrenzung im Voraus auf drei Monate oder 70 Arbeitstage im Kalenderjahr: Die Beschäftigung kann ihrer Eigenart nach begrenzt sein oder aufgrund einer vertraglichen Regelung – Beispiele: Aushilfe als Urlaubsvertretung, auf längstens ein Jahr befristeter Rahmenarbeitsvertrag.

Keine berufsmäßige Ausübung:

Ein kurzfristiger Minijob darf nicht berufsmäßig ausgeübt werden, das heißt: Wenn ein Arbeitnehmer mehr als 520 Euro im Monat verdient, die kurzfristige Beschäftigung die einzige Erwerbstätigkeit ist und diese für die Sicherung des Lebensunterhalts bestimmt ist, handelt es sich nicht um einen kurzfristigen Minijob.

  • Menschen, die Leistungen von der Bundesagentur für Arbeit beziehen oder als Arbeitssuchende gemeldet sind, gelten grundsätzlich als berufsmäßig beschäftigt.
  • Die Tätigkeit darf kein Dauerarbeitsverhältnis und keine regelmäßig wiederholende Beschäftigung sein. Ein auf 1 Jahr befristeter Rahmenvertrag, der die Tätigkeit auf maximal 70 Arbeitstage innerhalb dieses Zeitraums begrenzt, ist noch zulässig.
  • Prototyp und gesetzliches Leitbild der kurzfristigen Beschäftigung sind saisonal ausgeübte Aushilfsbeschäftigungen wie Erntehelferinnen und Erntehelfer.

3.1.Sozialversicherungs- und steuerrechtliche Regelung bei der kurzfristigen Beschäftigung

3.1.1. Sozialversicherung

Eine kurzfristige Beschäftigung ist für den Arbeitnehmer sozialversicherungsfrei. Für den Arbeitgeber eines kurzfristigen Minijobbers fallen hingegen geringe Abgaben an. Das sind die Umlagen zum Ausgleich der Aufwendungen bei Krankheit („U1“) in Höhe von 0,90 Prozent und Schwangerschaft bzw. Mutterschaft („U2“) in Höhe von 0,24 Prozent sowie die Umlage für den Fall einer Insolvenz in Höhe von 0,06 Prozent an. Diese sind an die Minijob-Zentrale zu entrichten. Darüber hinaus hat der Arbeitgeber den Minijobber bei der jeweils zuständigen gesetzlichen Unfallversicherung anzumelden und entsprechende Beiträge zu entrichten.

3.1.2. Steuer

Die Versteuerung erfolgt grundsätzlich anhand individueller Besteuerungsmerkmalen. Ausnahmsweise kann der Arbeitgeber nach Paragraf 40a Absatz 1 EStG die Lohnsteuer pauschal mit 25 Prozent des Arbeitsentgelts zuzüglich Kirchensteuer erheben, wenn folgende Voraussetzungen vorliegen:

  • der Arbeitnehmer wird beim Arbeitgeber nur gelegentlich, nicht regelmäßig wiederkehrend beschäftigt
  • der Arbeitnehmer ist nicht länger als 18 zusammenhängende Arbeitstage beschäftigt (ohne arbeitsfreie Samstage, Sonn- und Feiertage, Krankheits- und Urlaubstage)
  • der durchschnittliche Stundenlohn beträgt höchstens 12 Euro
  • der Arbeitslohn übersteigt während der Beschäftigungsdauer durchschnittlich 72 Euro je Arbeitstag nicht oder der kurzfristige Minijob wird zu einem Zeitpunkt, den der Arbeitgeber nicht vorhersehen kann, sofort erforderlich
  • In der Pauschsteuer sind die Kirchensteuer noch nicht enthalten. Diese muss der Arbeitgeber zusätzlich an das zuständige Finanzamt zahlen.

4. Einzugsstelle

Pauschalbeiträge und Pauschsteuer werden zur Vermeidung aller Bürokratie an die Bundesknappschaft gezahlt:

Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See
Hauptverwaltung
Pieperstraße 14 bis 28
44789 Bochum
Telefon 0234 304-0
Telefax 0234 304-66050

Kostenloses Servicetelefon 0800 1000 480 80

Auskünfte erteilt dieMinijob-Zentrale der Deutschen Rentenversicherung:

Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See
Pieperstraße 14-28
44789 Bochum

Service-Center: 0355 2902-70799
von Montag bis Freitag 7.00 - 17.00 Uhr
minijob@minijob-zentrale.de

5. Studierende, Praktikanten und Auszubildende

Für Studierende, die keine Werkstudenten sind, sowie Schülerinnen und Schüler gelten hinsichtlich einer geringfügigen Beschäftigung keine Besonderheiten.

Für Auszubildende kommt eine geringfügige Beschäftigung nicht in Betracht, es liegt stets eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vor.

Bei Praktikantinnen und Praktikanten, die ein Zwischenpraktikum bei bestehender Immatrikulation absolvieren, ist zu unterscheiden, ob es sich um ein Pflichtpraktikum oder um ein freiwilliges Praktikum handelt. Ein Pflichtpraktikum ist unabhängig von der Entgelthöhe versicherungsfrei in der Kranken- Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung. Das Mindestlohngesetz ist hier nicht anwendbar. Die Ausgestaltung des Praktikums unterliegt alleine eventuellen hochschulrechtlichen Bestimmungen. Versicherungspflicht besteht hier jedoch in der Unfallversicherung. Für Praktika, die während des Studiums ausgeübt werden, ohne dass sie in der Studien- oder Prüfungsordnung vorgeschrieben sind, besteht in der Rentenversicherung Versicherungsfreiheit im Rahmen von kurzfristigen Beschäftigungen.

6. Bußgeldbewehrte Meldepflichten

Der Arbeitgeber hat sowohl geringfügig Entlohnte als auch kurzfristig Beschäftigte anzumelden. In der Datenerfassungs- und übermittlungsverordnung wurde festgelegt, dass Anmeldungen mit der ersten Abrechnung,spätestens jedoch sechs Wochen nach der Aufnahme der Beschäftigung zu übermitteln sind. Dieselbe Frist gilt für die Abmeldung nach Beendigung der Beschäftigung. Bei geringfügig entlohnten Beschäftigten muss der Einzugsstelle zusätzlich jede Änderung des Arbeitsentgelts mitgeteilt werden, sofern die Änderung zu einer Über- oder Unterschreitung der 520-Euro-Grenze führt. Außerdem hat der Arbeitgeber für geringfügig entlohnte Beschäftigte eine Jahresmeldung zu erstatten.

Detaillierte Informationen erhalten Sie auf der Homepage derMinijob-Zentrale.

Die Meldungen werden auf dem VordruckMeldung zur Sozialversicherung vorgenommen. Ein Arbeitgeber kann mit einem Bußgeld bis zu 5.000 Euro belangt werden, wenn er seiner Meldepflicht nicht, nicht rechtzeitig, nicht richtig oder nicht vollständig nachkommt. Kommt es infolge der Zusammenrechnung mehrerer Beschäftigungen zur Versicherungspflicht, informiert die Bundesknappschaft die Arbeitgeber darüber. Diese sind verpflichtet, notwendige An- und Abmeldungen bei Bundesknappschaft und Krankenkassen vorzunehmen.

Nach Paragraf 17 Absatz 1 Satz. 1 Mindestlohngesetz (MiLoG) besteht für Arbeitgeber geringfügig Beschäftigter (sowie der in Paragraf 2a des Schwarzarbeitsgesetz (SchwArbG) bezeichneten Bereiche) die Pflicht, Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit aufzuzeichnen sowie Aufzeichnungen gemäß Paragraf 8 Absatz 2 Nr. 13 BVV bis ein Jahr nach der nächsten Prüfung gemäß Paragraf 28p aufzubewahren (ausgenommen: Beschäftigungen gemäß Paragraf 8a). Einzelheiten regelt die Mindestlohndokumentationspflichtenverordnung.

7. Arbeitsrecht

Mini-Jobs sind arbeitsrechtlich geregelt und Mini-Jobber in fast allen Bereichen vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmern gleichgestellt. das bedeutet, Mini-Jobber dürfen nicht schlechter behandelt werden als vergleichbare vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer.

7.1. Arbeitsvertrag

Der Arbeitsvertrag kann mündlich oder schriftlich geschlossen werden. Bei mündlichem Vertragsschluss muss der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer innerhalb eines Monats seit Bestehen des Arbeitsverhältnisses die wesentlichen Vertragsbedingungen schriftlich mitteilen. Ausnahmen gibt es nur noch für Aushilfstätigkeiten mit Vertragsdauer von höchstens einem Monat.

7.2. Rentenversicherungspflicht und Befreiungsmöglichkeit

Minijobs, die ab 1. Januar 2013 begonnen haben, sind in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherungspflichtig. Minijobber können sich durch schriftliche Mitteilung an den Arbeitgeber davon befreien lassen. Es empfiehlt sich einen entsprechenden Hinweis auf die Rentenversicherungspflicht und die Befreiungsmöglichkeit in den Arbeitsvertrag aufzunehmen.Auch die Minijob-Zentrale informiert detailliert über die Rentenversicherungspflicht und die Befreiungsmöglichkeiten.

7.3. Kündigungsschutz

Teilzeitbeschäftigte sind bei der Ermittlung des Schwellenwertes nach dem Kündigungsschutzgesetz zu berücksichtigen. Entscheidend dafür ist deren Arbeitsumfang. Bei einer regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit von nicht mehr als 20 Stunden, sind sie mit dem Faktor 0,5 zu multiplizieren, zählen also als halbe Arbeitnehmer. Bei einer regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit von bis zu 30 Stunden sind sie mit dem Faktor 0,75 zu berücksichtigen.

Auch für geringfügig Beschäftigte gelten die allgemeinen Kündigungsvorschriften aus Kündigungsschutzgesetz, Mutterschutzgesetz, Bundeserziehungsgeldgesetz und die Regelungen für Schwerbehinderte.

7.4. Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Schwangerschaft / Mutterschaft

Auch geringfügig Beschäftigte haben im Krankheitsfall nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz Anspruch auf Entgeltfortzahlung. Dieser Anspruch entsteht erst, wenn das Arbeitsverhältnis seit mindestens vier Wochen Bestand hat. Arbeitgeber, die in der Regel bis zu 30 Arbeitnehmer beschäftigen (ohne Auszubildende und geringfügig Beschäftigte) können gegebenenfalls an einem Ausgleichsverfahren (Umlage U 1) teilnehmen und bis zu 80 Prozent Ihrer Aufwendungen erstattet verlangen.

Geringfügig Beschäftigte haben auch Anspruch auf Mutterschutzlohn sowie den Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld nach dem Mutterschutzgesetz. Arbeitgeber können diese Aufwendungen im Ausgleichsverfahren bei Schwangerschaft und Mutterschaft (Umlage U 2) vollumfänglich erstattet verlangen.

Zuständig für die Erstattungsansprüche ist in beiden Fällen dieArbeitgeberversicherung der Knappschaft-Bahn-See.

7.5. Lohnfortzahlung an Feiertagen

Ein Arbeitgeber muss nur Feiertagslohn zahlen, wenn der geringfügig Beschäftigte an diesem Feiertag aufgrund seines Arbeitsvertrages hätte arbeiten müssen (Lohnausfallprinzip).

7.6. Sonderleistungen

Geringfügig Beschäftigte sind wie alle Teilzeitbeschäftigten den Vollzeitarbeitnehmern gleichgestellt. Wenn ein Arbeitgeber zusätzliche Leistungen (zum Beispiel Gratifikationen, Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, Altersvorsorge, Beihilfe, Jubiläumszuwendungen, Zulagen, Zuschläge, Fahrtkosten, Verheiratetenzuschlag oder Prämien) zahlt, hat auch ein geringfügig Beschäftigter Anspruch auf diese Leistungen, allerdings nur in anteiliger Höhe. Werden geringfügig Beschäftigte von Sonderleistungen ausgeschlossen, verstößt dies gegen das Gleichbehandlungsgebot sowie gegen das Verbot der mittelbaren Geschlechtsdiskriminierung und ist unwirksam. Zu beachten ist, dass unter Umständen durch die Zahlung von Gratifikationen die Geringfügigkeitsgrenze von 520 Euro überschritten werden kann und hierdurch Sozialversicherungspflicht eintritt.

7.7. Urlaub

Geringfügig Beschäftigten steht auch bei nur geringem Umfang ihrer Arbeitszeit (bezahlter) Erholungsurlaub zu. Der gesetzliche Mindesturlaub beträgt nach dem Bundesurlaubsgesetz 24 Werktage, bezogen auf eine Sechs-Tage-Woche. Ein höherer Urlaubsanspruch kann sich aus dem Arbeitsvertrag oder einem auf das Arbeitsverhältnis anzuwendenden Tarifvertrag ergeben.

Sind geringfügig Beschäftigte nicht jeden Tag, sondern nur an einzelnen festgelegten Tagen in der Woche tätig, wird der Urlaubsanspruch entsprechend dem Verhältnis Anzahl der Arbeitstage einer Vollzeitkraft zur Anzahl der Arbeitstage der Teilzeitkraft gekürzt.

Beispiel: Eine Arbeitnehmerin arbeitet am Montag, Dienstag und Mittwoch je von 8 bis 12 Uhr. Sie hat auf Grundlage des Bundesurlaubsgesetzes (24 Urlaubstage bei einer Sechs-Tage-Woche) Anspruch auf 24 : 6 x 3 = 12 Werktage Urlaub.

8. Berechnung der Sozialversicherungsbeiträge

Auskünfte zur Beitragsberechnung gibt die Knappschaft-Bahn-See oder die Krankenkasse als Trägerin der Gesamtsozialversicherung. Auch die Minijob-Zentrale bietet einenÜberblick über die Abgaben bei entgelt- und zeitgeringfügigen Beschäftigungen.

Berechnungsmöglichkeiten im Internet bieten zahlreiche Krankenkassen unter dem SuchwortÜbergangsbereichsrechner.

9. Vorlagen

Die Minijob-Zentrale bietet auf Ihrer Homepage Musterarbeitsverträgefür geringfügig entlohnte Beschäftigte,für geringfügig entlohnte Beschäftigte in Privathaushalten sowie eineCheckliste / Musterpersonalbogen zum Download an.

Bitte beachten Sie, dass Muster stets nur eine Orientierungshilfe darstellen können und grundsätzlich auf Ihre individuellen Bedürfnisse angepasst sowie von Ihnen geprüft werden müssen.

Hinweis: Dieses Merkblatt soll nur erste Hinweise geben und erhebt daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Obwohl dieses Merkblatt mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt wurde, kann eine Haftung für die inhaltliche Richtigkeit nicht übernommen werden.

Stand: Oktober 2022

FAQs

Kann neben einer geringfügigen Beschäftigung eine kurzfristige Beschäftigung ausgeübt werden? ›

Kann ich neben meinem Minijob noch eine kurzfristige Beschäftigung machen? Wenn Sie als Minijobberin oder Minijobber einen Minijob mit Verdienstgrenze haben, können Sie zusätzlich eine kurzfristige Beschäftigung als Zweitjob ausüben. Die Höhe des Lohns ist bei der kurzfristigen Beschäftigung unerheblich.

Kann man einen Minijob und einen Midijob gleichzeitig machen? ›

Übt der Arbeitnehmer neben dem Midijob noch Minijobs auf 520-Euro-Basis aus, so ist der erste Minijob anrechnungsfrei. Das Einkommen aus dem zweiten Minijob muss dagegen beim Midijob dazu gerechnet werden.

Was ist Übergangsbereich Gleitzone? ›

Eine Beschäftigung liegt im Übergangsbereich, wenn das Arbeitsentgelt 520,01 Euro bis 1.600 Euro (1. Oktober 2022 bis 31. Dezember 2022) bzw. 2.000 Euro (ab 1. Januar 2023) beträgt und die obere Grenze regelmäßig nicht überschritten wird.

Was ist der Unterschied zwischen kurzfristige Beschäftigung und geringfügige Beschäftigung? ›

Der Vorteil einer kurzfristigen Beschäftigung liegt darin, für eine befristete Zeit unabhängig von der Höhe des Arbeitsentgelts beitragsfrei in der Sozialversicherung zu sein. Der 450-Euro-Minijob ist hingegen beitragspflichtig und unbefristet möglich.

Wann ist kurzfristige Beschäftigung nicht möglich? ›

Eine kurzfristige Beschäftigung liegt allerdings nicht mehr vor, wenn die Beschäftigung berufsmäßig ausgeübt wird und das Arbeitsentgelt aus dieser Beschäftigung die Geringfügigkeitsgrenze von 520 Euro (bis 30. September 2022 betrug die Entgeltgrenze 450 Euro) überschreitet.

Werden mehrere geringfügige Beschäftigungen zusammengerechnet? ›

Mehrere Minijobs werden nebeneinander ausgeübt

Es gilt der Grundsatz, dass nur Beschäftigungen derselben Art zusammenzurechnen sind. Ein Beschäftigter kann deshalb einen 520-Euro-Minijob neben einem kurzfristigen Minijob ausüben.

Wann darf Midijob nicht angewendet werden? ›

Diese Grenze wird auch als Gleitzone bezeichnet. Bei einem Einkommen von bis zu 520 Euro monatlich spricht man hingegen von einem klassischen Minijob. Seit dem 01. Januar 2023 gilt für ein Midijob-Beschäftigungsverhältnis eine Obergrenze von 2.000 Euro.

Kann man einen Teilzeitjob und einen Midijob haben? ›

Dabei bildet der Midijob eine Art Übergangsbereich zwischen dem Minijob, bei dem maximal 520 Euro monatlich möglich sind und dem klassischen Voll- oder Teilzeitjob.

Wann lohnt sich ein Midijob nicht? ›

Betrüge Ihr Gehalt 1.601 Euro statt 1.600 Euro, so würden Ihre Sozialversicherungsbeiträge durch die dann nicht mehr greifende Midijob-Regel nur um ein paar Cent erhöht. Mit anderen Worten: Es lohnt sich niemals, den Lohn unter die 1.600-Euro-Grenze zu senken, um sich irgendwelche Vorteile zu sichern.

Für wen gilt der Übergangsbereich nicht? ›

1.2 Ausnahmen

Die Regelung des Übergangsbereichs gilt ausdrücklich nicht, wenn die jeweilige Beschäftigung im Rahmen der Berufsausbildung, eines in der Studienordnung vorgeschriebenen Praktikums oder eines dualen Studiums ausgeübt wird.

Was bedeutet Midijob Übergangsbereich? ›

Beschäftigung im Übergangsbereich (ehemals Gleitzone). Für Arbeitsentgelte im Bereich von 520,01 Euro bis 2.000 Euro monatlich gilt der Übergangsbereich. In diesem unterliegen die Arbeitsentgelte der Beitragspflicht in allen Zweigen der Sozialversicherung.

Wer fällt in den Übergangsbereich? ›

Unter dem Übergangsbereich sind Beschäftigungen mit einem regelmäßigen monatlichen Entgelt von 520,01 EUR bis 2.000 EUR zu verstehen. Es handelt sich also ausschließlich um Beschäfti- gungen, die mehr als geringfügig entlohnt – mehr als 520 EUR – und damit versicherungspflichtig sind.

Was ist für den Arbeitgeber günstiger Minijob oder kurzfristige Beschäftigung? ›

Wegen der wegfallenden Sozialversicherungsbeiträge sind sie deutlich günstiger als ein Minijob auf 450-Euro-Basis. Arbeitgeber geben weniger aus und gleichzeitig erhalten Arbeitnehmer mehr Netto von ihrem Brutto, denn es fallen geringere Steuer-Abgaben an und es liegt eine geringere Versicherungspflicht vor.

Wie viel darf man bei Kurzfristige Beschäftigung verdienen? ›

Für kurzfristige Beschäftigungen gibt es keinen maximalen Verdienst oder festen Höchstbetrag. Wichtig ist hier nur, dass die Zeitgrenzen eingehalten werden und dass die befristete Beschäftigung nicht berufsmäßig ausgeübt wird.

Ist eine kurzfristige Beschäftigung steuerfrei? ›

Das Einkommen einer kurzfristigen Beschäftigung ist nicht steuerfrei, stattdessen arbeitet der Arbeitnehmer regulär auf Lohnsteuerkarte. Die Lohnsteuer wird auch als Lohnsteuervorabzug bezeichnet, da der Arbeitgeber diese vom Gehalt abzieht und an das Finanzamt abführen muss.

Was ist bei einer kurzfristigen Beschäftigung zu beachten? ›

Eine kurzfristige Beschäftigung liegt vor, wenn die Beschäftigung von vorneherein auf nicht mehr als drei Monate oder insgesamt 70 Arbeitstage im Kalenderjahr begrenzt ist und – sofern das Entgelt 520 Euro im Monat übersteigt – nicht berufsmäßig ausgeübt wird. Dies gilt auch für Saisonarbeitskräfte.

Wie oft darf man kurzfristig beschäftigt sein? ›

Die 70 Tage Regelung. Umgangssprachlich wird die kurzfristige Beschäftigung auch 70-Tage-Job genannt, denn auch hier gilt die 70-Tage-Regelung: Arbeitnehmende dürfen jährlich höchstens 70 Tage oder drei Monate am Stück kurzfristig beschäftigt werden.

Warum bekommen kurzfristig Beschäftigte keine Energiepauschale? ›

Die 300-Euro-Pauschale bekommen alle Arbeitnehmer, die sich am 1.9.2022 in einem Arbeitsverhältnis befinden, wenn es sich um das erste Beschäftigungsverhältnis handelt. Allerdings spielen der Umfang und die Dauer des Arbeitsverhältnisses keine Rolle, sodass auch kurzfristig Beschäftigte die Pauschale erhalten.

Kann man 2 Minijobs haben ohne Steuern? ›

Was passiert bei zwei Minijobs? – Werden mehrere Minijobs nebeneinander ausgeübt, werden die Arbeitslöhne addiert. Wird dadurch die 520-Euro-Grenze überschritten, werden beide geringfügige Beschäftigungen steuer- und versicherungspflichtig.

Welche Kombinationen zwischen Hauptbeschäftigung und geringfügiger Beschäftigung sind möglich? ›

Wer keine versicherungspflichtige Hauptbeschäftigung hat, kann in zwei und mehr Minijobs gleichzeitig für verschiedene Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen tätig sein. Voraussetzung ist, dass der Verdienst insgesamt 520 Euro monatlich nicht übersteigt.

Was muss man beachten wenn man 2 Minijobs hat? ›

Es ist nicht verboten, mehrere Minijobs gleichzeitig anzunehmen. Allerdings musst du dabei in der Regel die Verdiensthöchstgrenze von 520 Euro im Monat beziehungsweise von 6.240 Euro pro Jahr im Blick behalten.

Ist der Übergangsbereich Pflicht? ›

Beschäftigte im Übergangsbereich - ehemals Gleitzone oder Niedriglohnbereich - sind versicherungspflichtig. Sie verdienen zwischen 520,01 Euro und 1.600 Euro pro Monat (ab 1. Januar 2023: 520,01 Euro bis 2.000 Euro).

Welche Nachteile hat ein Midijob? ›

Dein Nachteil als Midijobber

Brutto ≠ Netto – Der offensichtlichste Nachteil des Midijobs ist, dass du netto nicht genau dasselbe verdienst wie brutto. Durch die Beiträge, die du als Midijobber zahlen musst, fällt dein Gehalt geringer aus. Beim Minijob ist das anders: Hier verdienst du netto gleich viel wie brutto.

Ist der Arbeitgeber verpflichtet den Übergangsbereich anzuwenden? ›

Der Beschäftigte ist verpflichtet, seinen Arbeitgeber über die Aufnahme einer weiteren Beschäftigung zu informieren. Durch Mehrfachbeschäftigung kann die Anwendung des Übergangsbereichs nämlich ausgeschlossen sein.

Sind 10 Stunden Teilzeit oder geringfügig? ›

15 Stunden – Teilzeit oder geringfügig? Meistens spricht man bei einem Arbeitsverhältnis mit weniger als zehn Stunden pro Woche von einer geringfügigen Beschäftigung oder einem Minijob. Aber auch ein Minijob auf 450-Euro-Basis ist eine Art Teilzeitarbeitsverhältnis.

Was ist besser für Arbeitgeber Mini oder Midijob? ›

Auch für den Arbeitgeber hat der Midijob einen insbesondere finanziellen Vorteil: Verglichen mit dem Minijob ist der Arbeitgeberanteil deutlich geringer. Beim Midijob führt der Arbeitgeber knapp 20 Prozent an Beiträgen ab.

Kann man Midijob und Vollzeit arbeiten? ›

Sobald ein Midijob neben der Vollzeittätigkeit ausgeführt wird, entfallen steuerliche Vergünstigungen und das Gehalt wird regulär versteuert. Das lohnt sich meistens nicht, während die Konstellation Hauptjob + Minijob für Arbeitnehmer durchaus finanziell interessant sein kann.

Was ist besser für die Rente Minijob oder Midijob? ›

Midijobs haben den Vorteil, dass Sie nicht die vollen Sozialversicherungsbeiträge zahlen müssen. Sie bieten Ihnen den noch einen umfassenden Schutz in der Kranken, Renten, Arbeits losen und Pflegeversicherung.

Wie wirkt sich ein Midijob auf die Rente aus? ›

Wer einen Midijob hat, zahlt reduzierte Sozialversicherungsbeiträge. Dazu gehören die Gesetzliche Kranken-, Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Damit Menschen mit einem Midijob nicht in die Altersarmut rutschen, erhalten sie jedoch Rentenansprüche, als hätten sie die normalen Rentenbeiträge eingezahlt.

Wer zahlt die Krankenversicherung im Midijob? ›

Das gilt für Midijobs

Das bedeutet: Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung und auch zur Renten- und Arbeitslosenversicherung. Midijobber werden deswegen nicht bei der Minijob-Zentrale angemeldet, sondern bei ihrer jeweiligen Krankenkasse.

Was bedeutet Übergangsbereich 2023? ›

die Gleitzone liegt bei einem Beschäftigungsverhältnis vor, wenn das daraus erzielte Arbeitsentgelt ab 01.10.2022 zwischen 520,01 und 1.600,00 Euro (bis 30.09.2022: 1.300,00 Euro; ab 01.01.2023: 2.000,00 Euro) im Monat liegt und die Grenze von 1.600,00 Euro (bis 30.09.2022: 1.300,00 Euro; ab 01.01.2023: 2.000,00 Euro) ...

Was ist die Übergangsbereichsregelung? ›

Übergangsbereichsberechnung bei mehreren Beschäftigungen

Für die anderen Beschäftigungen gilt die Übergangsbereichsregelung, wenn das Gesamtarbeitsentgelt dieser anderen Beschäftigungen zusammen 2.000,00 Euro nicht übersteigt.

Was ist der Übergangsbereich? ›

Begriffserklärung: Aus Gleitzone wird Übergangsbereich: Seit dem 1. Juli 2019 heißt die Gleitzone Übergangsbereich. Die Obergrenze wurde von 850 Euro auf 1.300 Euro angehoben. Der sogenannte Übergangsbereich greift bei Arbeitsentgelten, die über der monatlichen geringfügigen Einkommensgrenze von 450 Euro liegen.

Wird Minijob auf Übergangsbereich angerechnet? ›

Mit der Erhöhung der Minijob-Grenze steigt automatisch auch die untere Grenze für eine Beschäftigung im Übergangsbereich. Bis zum 30. September 2022 lag die untere Grenze bei 450,01 Euro. Seit dem 1. Oktober 2022 liegt sie entsprechend der neuen Minijob-Grenze bei 520,01 Euro.

Was ändert sich 2023 beim Midijob? ›

Zum 1. Januar 2023 ist die Grenze für Midijobs auf 2.000 Euro gestiegen. Bis zu diesem Einkommen zahlen Beschäftigte geringere Beiträge in die Sozialversicherungen. Das bedeutet: Geringverdienern bleibt mehr Netto vom Brutto.

Wie viele Stunden im Monat bei Midijob? ›

Wie viele Stunden darf ich in einem Midijob arbeiten? Die Begrenzung des Gehalts hat eine Begrenzung der Arbeitsstunden zur Folge. In einem Midijob dürfen Sie also höchstens 133,3 Stunden monatlich arbeiten (Stand: Oktober 2022).

Wie hoch ist der Übergangsbereich 2023? ›

Zum 1. Januar 2023 wurde die Grenze des Übergangsbereichs von 1.600 Euro auf 2.000 Euro angehoben. Der Faktor F zur Berechnung der Beiträge hat sich von 0,7009 (2022) auf 0,6922 (2023) geändert.

Was passiert wenn die Gleitzone unterschritten wird? ›

Wenn das Arbeitsentgelt unterhalb der Gleitzone liegt, erfolgt die Berechnung nicht nach der üblichen " ewig langen" Formel, es wird einfach das Arbeitsentgelt mit dem Faktor F multipliziert. Das ergibt dann das reduzierte beitragspflichtige Einkommen.

Ist Teilzeit automatisch Midijob? ›

Als Midijob werden Beschäftigungsverhältnisse bezeichnet, in denen Arbeitnehmer regelmäßig zwischen 450,01 Euro und 1300 Euro monatlich verdienen. Der Midijob liegt damit in der Mitte zwischen klassischem Minijob und einer Vollzeit- oder auch Teilzeitbeschäftigung.

Kann man einen Minijob und eine kurzfristige Beschäftigung gleichzeitig haben? ›

Hinweis: Neben einer kurzfristigen Beschäftigung ist eine geringfügig entlohnte Beschäftigung (auch 520-Euro-Job oder Minijob genannt) möglich. Beide Beschäftigungen werden nicht zusammengerechnet.

Kann ich neben meinem Minijob noch eine kurzfristige Beschäftigung machen? ›

Kann ich neben meinem Minijob noch eine kurzfristige Beschäftigung machen? Wenn Sie als Minijobberin oder Minijobber einen Minijob mit Verdienstgrenze haben, können Sie zusätzlich eine kurzfristige Beschäftigung als Zweitjob ausüben. Die Höhe des Lohns ist bei der kurzfristigen Beschäftigung unerheblich.

Was ist der Unterschied zwischen kurzfristiger und geringfügiger Beschäftigung? ›

Ein kurzfristiger Minijob darf im Laufe eines Kalenderjahres für maximal drei Monate oder 70 Arbeitstage ausgeübt werden. Dabei wird nicht nach Wochenarbeitstagen unterschieden, die Zeitgrenzen von drei Monaten bzw. 70 Arbeitstagen sind gleichwertige Alternativen zur Begründung einer kurzfristigen Beschäftigung.

Kann man von geringfügig auf kurzfristig wechseln? ›

Üben Sie als Minijobberin oder Minijobber einen Minijob mit Verdienstgrenze aus und wollen bei demselben Arbeitgeber eine kurzfristige Beschäftigung ausüben, müssen zwischen den beiden Beschäftigungen mindestens zwei Monate Pause liegen.

Wer zahlt die Energiepauschale bei kurzfristiger Beschäftigung? ›

Geringfügig und kurzfristig Beschäftigte können nicht automatisch mit der Auszahlung der Energiepreispauschale durch ihren Arbeitgeber rechnen. Das sollten Minijobber wissen. Berufstätige bekommen die Energiepauschale des Bundes von 300 Euro im September über den Arbeitgeber ausgezahlt.

Kann man zwei sozialversicherungspflichtige Stellen gleichzeitig haben? ›

Mehrere sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen. Übt in Arbeitnehmer mehrere sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen aus, wird das Einkommen zusammengerechnet. Übersteigt es in der Summe die Versicherungspflichtgrenze, ist der Arbeitnehmer nicht versicherungspflichtig in der gesetzlichen Krankenversicherung ...

Was sind die Voraussetzungen für eine kurzfristige Beschäftigung? ›

Eine kurzfristige Beschäftigung liegt vor, wenn die Beschäftigung von vorneherein auf nicht mehr als drei Monate oder insgesamt 70 Arbeitstage im Kalenderjahr begrenzt ist und – sofern das Entgelt 520 Euro im Monat übersteigt – nicht berufsmäßig ausgeübt wird. Dies gilt auch für Saisonarbeitskräfte.

Was ist bei 2 Minijobs zu beachten? ›

Wenn ein Minijobber mehrere geringfügig entlohnte Beschäftigungen bei verschiedenen Arbeitgebern zeitgleich ausübt, muss jeder Arbeitgeber die monatlichen Entgelte aller Beschäftigungen zusammenrechnen und prüfen, ob die Summe die Geringfügigkeitsgrenze von 520 Euro im Monat überschreitet.

Wer zahlt die Lohnsteuer bei kurzfristiger Beschäftigung? ›

Das Einkommen einer kurzfristigen Beschäftigung ist nicht steuerfrei, stattdessen arbeitet der Arbeitnehmer regulär auf Lohnsteuerkarte. Die Lohnsteuer wird auch als Lohnsteuervorabzug bezeichnet, da der Arbeitgeber diese vom Gehalt abzieht und an das Finanzamt abführen muss.

Was passiert wenn sich zwei Arbeitsverträge überschneiden? ›

Antwort: In Ihrem Fall geht es um die Überschneidung von einer Woche. Rechtlich ist das zunächst kein Problem. Natürlich können Sie so viele Arbeitsverhältnisse eingehen wie Sie wollen. Sie müssen nur sicherstellen, dass Sie auch Ihren Arbeitsleistungspflichten in sämtlichen Arbeitsverhältnissen nachkommen können.

Wer zahlt Sozialversicherung bei 2 Minijobs? ›

Da sie die 520-Euro-Grenze jedoch in ihrer Summe überschreiten, werden aus den beiden Minijobs zwei steuer-und sozialversicherungspflichte Beschäftigungen, sodass beide Arbeitgeber den normalen Arbeitgeberanteil für die Sozialversicherung tragen müssen.

Kann man zwei Nebenjobs gleichzeitig machen? ›

Darf man mehrere Minijobs haben? – Grundsätzlich: ja. Es ist nicht verboten, mehrere Minijobs gleichzeitig anzunehmen. Allerdings musst du dabei in der Regel die Verdiensthöchstgrenze von 520 Euro im Monat beziehungsweise von 6.240 Euro pro Jahr im Blick behalten.

Kann die Tageslohngrenze eines kurzfristig Beschäftigten überschritten werden? ›

Pauschalierung trotz Überschreiten der Tageslohngrenze

Wird der Einsatz einer Aushilfskraft zu einem unvorhersehbaren Zeitpunkt sofort erforderlich, kann der Arbeitgeber die Lohnsteuer ebenfalls mit 25 % pauschal erheben. In diesen Fällen ist die Tageslohngrenze der kurzfristigen Beschäftigung unbeachtlich.

Was ist der Vorteil einer kurzfristigen Beschäftigung? ›

Das sind die Vorteile bei einer kurzfristigen Beschäftigung

Arbeitgeber geben weniger aus und gleichzeitig erhalten Arbeitnehmer mehr Netto von ihrem Brutto, denn es fallen geringere Steuer-Abgaben an und es liegt eine geringere Versicherungspflicht vor. Das ist der erste immense Vorteil.

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Author: Greg Kuvalis

Last Updated: 18/05/2023

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